Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 26. März 2012Polens Rentenreform ist angemessen flexibel
Die polnischen Gewerkschaften haben für den heutigen Montag Demonstrationen gegen die geplante Rentenreform angekündigt. Die liberal-konservative Regierungspartei PO will das Renteneintrittsalter generell auf 67 Jahre anheben, den Renteneintritt aber mit Abschlägen bei der Rentenhöhe schon ab 65 Jahren ermöglichen. Der Wirtschaftswissenschaftler und Rentenexperte Marek Góra begrüßt den Vorschlag in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Leider wird er in der laufenden Diskussion falsch verstanden. … Es geht darum, dass der Eintritt in die Rente nicht abrupt, sondern fließend erfolgt. Eine solche Lösung entspricht dem Prozess des Älterwerdens, der nicht von einem Tag auf den nächsten erfolgt ... Das Rentensystem ist so konstruiert, dass es dazu ermutigt, länger zu arbeiten [um mehr Rente zu erhalten]. Der stufenweise Eintritt ins Rentenalter soll die Entscheidung erleichtern, länger zu arbeiten. Arbeitnehmer, die älter werden, aber noch nicht alt sind, sollen so auf dem Arbeitsmarkt bleiben."
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