The Guardian - Großbritannien | Dienstag, 5. Juni 2012

Britische Unis nur noch für Reiche

Die britische Regierung will laut einem Gesetzesentwurf ab dem Wintersemester die Studiengebühren auf bis zu 9.000 Pfund (gut 11.000 Euro) anheben. Beim Studium zählt nur noch das Vermögen, kritisiert die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Die Koalition schafft eine verlorene Generation, in der die Begabten das Nachsehen haben. Heutzutage ist das Vereinigte Königreich der teuerste Studienort der Welt, und eine Verdreifachung der Studiengebühren ist erst der Anfang. Rund 10.000 Studienplätze wurden bereits gestrichen. Und der Gesetzesentwurf des Bildungsministers Michael Gove sieht keinerlei Unterstützung für die am schwächsten gestellten Studenten in ihrer universitären Ausbildung vor. Das System, das auf intellektuellen Fähigkeiten beruht, wird nun ersetzt durch ein neues System, in dem die Abstammung den Verstand schlägt und in dem Vermögen wichtiger ist als Intelligenz."

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