Ependytis - Griechenland | Sonntag, 8. Juli 2012

Troika muss Leid der Griechen anerkennen

In Griechenland steigt die Selbstmordrate dramatisch. Nach Angaben des griechischen Notrettungsdiensts gab es allein im Großraum Athen im Juni 350 Selbstmordversuche, 50 Menschen starben. Bei der Umsetzung der harten Sparpolitik muss diese Statistik der Verzweiflung berücksichtigt werden, mahnt die Wirtschaftszeitung Ependytis: "Die Vertreter der Troika kommen hierher mit ihren exakten Zeitplänen, ihren gut sortierten Ordnern, ihren perfekten Statistiken und ihren nicht verhandelbaren Kriterien, die sicherlich die Leistung des Landes grundsätzlich verurteilen werden. Wird ihnen jemand die Statistik der Verzweiflung zeigen? ... Keine Verhandlung oder Neuverhandlung [mit den Gläubigern] hat auch nur den geringsten Wert, wenn sie nicht für die Menschen gemacht wird. Die europäische Führung, die sich als Hüter der humanistischen Werte präsentiert, die sich in Europa konsolidiert haben, muss mit den Grundelementen dieses Humanismus neu geimpft werden. Der Schuldenberg, das Defizit, das Darlehen werden keinen Wert mehr haben, wenn der 'griechische Patient' in Verzweiflung versinkt."

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