Público - Portugal | Dienstag, 24. Juli 2012

Griechenland-Austritt verschreckt eben doch

Die US-amerikanische Rating-Agentur Moody's hat für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg zwar die bestmögliche Bonitätsnote "Aaa" vorerst bestätigt, den Ausblick für die Länder aber von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Sie begründete dies mit der Ungewissheit über die Zukunft des Euro-Raums. Eine mögliche Griechenland-Pleite ist also doch beängstigender als so mancher zugeben will, kommentiert die liberale Tageszeitung Público: "Mit dieser Einschätzung zeigt Moody's genau das Gegenteil von dem, was der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler behauptet. Für diesen hat ein Austritt Athens 'längst seinen Schrecken verloren'. Doch die Warnung [der Rating-Agentur], die jetzt sogar die gesunde deutsche Wirtschaft piesackt, zeigt, dass dieses Szenario weiterhin beängstigend bleibt; und das noch für einige Zeit. Und wie steht es um Portugal in diesen schwierigen Zeiten? Nicht gut. Die Umsetzung des Haushaltsplans weist zur Mitte des Jahres Schwächen auf, die die Regierung nicht wahrhaben will oder unterschätzt, weil man auf die Richtigkeit des eigenen Handelns vertraut. Aber wie sich in einigen Monaten herausstellen wird, werden die Probleme mit dem Haushalt noch viel Ärger und Verdruss mit sich bringen."

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