Jyllands-Posten - Dänemark | Freitag, 5. September 2008Schluss mit lustig für Christiania?
Die Tageszeitung Jyllands-Posten wendet sich der so genannten Freistadt Christiania zu, der seit 1971 bevölkerten alternativen Wohnsiedlung im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn. Dort hatte die Regierung über Jahrzehnte hinweg den Konsum so genannter weicher Drogen wie Haschisch und Marihuhana geduldet. Auf Druck der rechtsliberalen Regierung rissen die Haschischhändler im Jahr 2004 ihre Verkaufsstände ab, woraufhin der Haschischhandel nunmehr im Verborgenen stattfindet. Christiania mache mittlerweile immer mehr mit Drogenmissbrauch und anderweitiger Kriminalität von sich reden, schreibt Jyllands-Posten. "Die Christianiter haben sich über die Jahre hinweg derartig an eine schlaffe und ängstliche Haltung seitens der Behörden gewöhnt, dass ein beschlusskräftiger Mann wie Direktor Carsten Jarlov [von der Immobilienverwaltung] recht ungewohnt erscheint. Er hat angekündigt, dass das Fest ein Ende haben und es eine Reihe von Anzeigen gegen Privatpersonen in der so genannten Freistadt geben wird, wenn nicht ordentliche Verhältnisse in Übereinstimmung mit geltendem Recht geschaffen werden."
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