Die Presse - Österreich | Freitag, 5. September 2008

Von Einbahnstraßen, Angst und Osteuropa

Die Osterweiterung der EU bringe für Österreich weder übermäßige Zuwanderungswellen noch Betriebsabwanderungen nach Osteuropa, schreibt die Tageszeitung Die Presse: "Keine guten Nachrichten für die Angstmacher-Branche: Österreich wird selbst bei einer Öffnung des Arbeitsmarkts von mittel- und osteuropäischen Menschen nicht überschwemmt werden. ... Die österreichischen Nachbarstaaten werden wegen ihrer guten wirtschaftlichen Entwicklung und wegen ihrer zunehmenden Überalterung bald die eigenen Arbeitskräfte benötigen. Und sie werden diesen Menschen wohl auch immer bessere Löhne bezahlen müssen, da sie noch stärker als Österreich mit einer schrumpfenden Arbeitnehmerschaft konfrontiert sind. ... Österreich steht trotz aller Ängste nach der Osterweiterung weit besser da als angenommen. Das liegt daran, dass die Marktöffnung nie eine Einbahnstraße war, sondern geholfen hat und hilft, die Ungleichgewichte abzubauen."

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