Gândul - Rumänien | Dienstag, 9. Juni 2009

Rumänien ruft zu wenig EU-Gelder ab

Seit dem EU-Beitritt erhält Rumänien mehr EU-Fördergelder. Bis 2013 kann es 30 Milliarden Euro abrufen, das sind täglich (auf sieben Jahre gerechnet) elf Millionen Euro. Bislang seien lediglich 0,5 Prozent der Gelder abgerufen worden, schreibt die Tageszeitung Gândul und betrachtet vor allem die Landwirtschaft: "Die Überprüfungssysteme, die vorschreiben, was Bauern zu deklarieren haben, wenn sie EU-Gelder ausgeben, sind nicht auf den Punkt gebracht. Sicher, es ist nicht einfach einen effizienten Mechanismus für die Finanzierung der Landwirtschaft zu schaffen. Selbst die Deutschen brauchten neun Jahre, um die Sache zum Laufen zu bringen. Es ist unmöglich einzuschätzen, wie lange die rumänischen Politiker für diese Sache brauchen könnten. Denn wenn bei uns eine Partei oder Koalition an die Macht kommt, dann ist ihre größte Sorge, diejenigen wegen Inkompetenz zu entlassen, mit denen es bislang funktioniert hat. ... In Rumänien wird mehr niedergerissen als aufgebaut, denn das wichtigste für unsere Regierenden ist es, die politische Klientel zu bedienen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 9. Juni 2009