De Standaard - Belgien | Dienstag, 9. Juni 2009

Zeit drängt für Koalitionsverhandlungen in Flandern

Nach den Regionalwahlen in Flandern beginnen am heutigen Dienstag die Koalitionsverhandlungen. Diese könnten lange dauern, obwohl die bisherigen Regierungsparteien weiterhin die Mehrheit haben. Dabei dränge angesichts vieler Probleme die Zeit, meint die Tageszeitung De Standaard. "Die Selbstverständlichkeit, mit der die flämische Regierung Geld für politische Ziele ausgeben konnte, ist weg. Wir werden lernen müssen, mit weniger mehr zu tun. ... Zweitens muss die flämische Regierung eine starke und zukunftsgerichtete Antikrisenpolitik führen. Die Zweifel hinsichtlich der Überlebenschancen der Opel-Fabrik in Antwerpen etwa sind nach dem 7. Juni nicht verschwunden. ... Außerdem wird der föderale Premier Herman Van Rompuy bereits in drei Monaten bei der flämischen Regierung um Geld betteln, um seinen wankenden Staatshaushalt für 2010 zu retten. Wie wird sich Flandern unter der neuen Regierung gegenüber einer solchen flehenden Bitte verhalten? Von dieser Antwort hängen die Überlebenschancen der föderalen Regierung ab."

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