Frankfurter Rundschau - Deutschland | Montag, 29. Juni 2009

EU-Ratspräsidentschaft macht Tschechen europafreundlicher

Am Dienstag endet die tschechische EU-Ratspräsidentschaft. Die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau bewertet die vergangenen sechs Monate: "Die Tschechen haben ihre Ratspräsidentschaft zwar nicht mit Bravour gemeistert, aber der totale Reinfall war sie auch nicht. Und: Das Land ist nach den sechs Monaten an der Spitze der EU europafreundlicher als zuvor, der EU-Skeptizismus ist endgültig auf dem Rückmarsch. ... Obwohl es fast niemand geglaubt hätte, gab es Highlights der Ratspräsidentschaft. Die Vermittlung im ukrainisch-russischen Gasstreit etwa war ein tschechischer Erfolg. Bei der Ost-Konferenz der EU, auf der über die Beitrittsperspektive der Balkan-Staaten und auch der Ukraine beraten wurde, waren die Prager respektierte Vermittler zwischen Ost und West. ... Die Ratspräsidentschaft hat die pro-europäische Einstellung der Tschechen gefördert; gesunken ist lediglich das Ansehen der einheimischen Politiker."

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