De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 30. Juni 2009Lage in Nordirland normalisiert sich
Nachdem mehrere protestantische Loyalistengruppen in Nordirland ihre Waffenarsenale vernichtet haben, werde die Region immer mehr zu einer normalen britischen Provinz, schreibt die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Selbst die größten Zyniker sind nun davon überzeugt, dass die irrsinnige Periode der Gewalt zu Ende ist. Katholiken und Protestanten sitzen seit 2007 gemeinsam in der Regierung, was genau so unvorstellbar war als würden sich Israelis und Palästinenser die Macht teilen. Es geht, so scheint es. ... Durch diese historische Entwaffnung wird die Provinz erneut etwas normaler. So haben immer weniger Nord-Iren Probleme mit Nachbarn der anderen Konfession. Auffällig ist aber, dass zugleich der Ausländerhass aufblüht. Rund einhundert Rumänen, vorwiegend Roma, wurden kürzlich aus einem protestantischen Viertel von Belfast verjagt. Ein Teil von ihnen ist inzwischen vor lauter Angst aus dem Land geflohen. ... Von Mord zu Rassismus - Zyniker werden sagen, dass es in jedem Fall aufwärts geht."
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