Delo - Slowenien | Freitag, 3. Juli 2009

Wirtschaftliche Stabilität Kroatiens hat Vorrang für Slowenien

Nach dem überraschenden Rücktritt des kroatischen Regierungschefs Ivo Sanader am Mittwoch, schreibt die Tageszeitung Delo, dass die Sanierung der Wirtschaft in Kroatien für Slowenien wichtiger sei als die Bestimmung der Seegrenze zwischen den beiden Staaten: "Die Beitrittsverhandlungen Kroatiens mit der EU und der langjährige Streit um die Seegrenze mit Slowenien wird nun sicherlich eher in den Hintergrund der Prioritäten der kroatischen Politik treten. Aufgrund des erneuten Aufschwungs des ultrarechten, nationalistisch orientierten Flügels der Regierungspartei ... ist kaum zu erwarten, dass Zagreb seinen bisherigen Standpunkt ändern wird. Vielleicht war Sloweniens Blockade der kroatischen Beitrittsverhandlungen mit der EU sogar nützlich, denn nun wird die kroatische Regierung vor der eigenen Tür kehren müssen. Doch die wirtschaftliche Konsolidierung Kroatiens ist für Slowenien wesentlich wichtiger, als die Bestimmung der Seegrenze zwischen beiden Staaten. Kroatien steht nämlich an der fünften Stelle auf der Liste unserer wichtigsten wirtschaftlichen Partner, und die Schwierigkeiten unserer Nachbarn könnten schon bald auch viele slowenische Arbeiter in ihren Geldbeuteln spüren."

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