Adevărul - Rumänien | Montag, 22. März 2010Rumänisch-ungarische Vorurteile beiseite schieben
Die Debatte um Autonomie der ungarischsprachigen Minderheit der Székler in Rumänien ist in vollem Gang. Die Tageszeitung Adevărul versucht die Wogen zu glätten: "Die rumänische Legende, dass man [wegen Sprachproblemen] kein Brot im Széklergebiet kaufen kann, geistert immer noch durch die Köpfe. Die Székler hingegen sehen immer noch in den [rumänischen] Behörden eher eine Besatzungsmacht als einen Partner. Die rumänischen und ungarischen Intellektuellen grüßen sich, aber sie sprechen, wenn überhaupt, nur selten miteinander. Über ein gemeinsames Schulbuch der Geschichte Siebenbürgens wird nicht einmal ein Wort verloren. Wir kennen einander äußerst wenig! ... Sollten wir wirklich eine nach dem europäischen Modell ausgerichtete Verwaltungsreform in Rumänien begraben, nur weil wir nicht in der Lage sind, dem Széklergebiet eine angemessene Satzung zu geben? Die Frage sollte nicht mehr von den Propagandisten erörtert werden, sondern durch eine ehrliche, politische Debatte, in der jede Seite zum Schluss für das Gemeinwohl etwas aufgibt, damit sich sowohl Székler als auch Rumänen gleichermaßen zu Hause fühlen. Es gibt genügend europäische Erfahrungen in dieser Hinsicht."
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