Helsingin Sanomat - Finnland | Montag, 22. März 2010

Kulturerbe nicht Google überlassen

Die Digitalisierung des kulturellen Erbes gilt als eine der wichtigsten Herausforderungen der Kulturpolitik in den kommenden Jahren. Diese Aufgabe darf nicht dem Internet-Konzern Google allein überlassen werden, fordert Pekka Heikkinen, Jurist der finnischen Nationalbibliothek, in einem Gastbeitrag in der Tageszeitung Helsingin Sanomat: "Von entscheidender Bedeutung ist, dass Googles Angebot zur Digitalisierung die Beschäftigten der Buchbranche gezwungen hat, auf neue Art und Weise über ihr Verhalten und ihre Zusammenarbeit nachzudenken. Jetzt gilt es Modelle zu entwickeln, um die Zukunft zu erreichen, von der Google bereits eine Vision hat, dabei aber gleichzeitig sicherzustellen, dass man das kulturelle Erbe in den eigenen Händen behält. Die Finanzierung der Digitalisierung des Kulturerbes erfordert die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors. Um das rechtliche Auflaufen zu verhindern, bedarf es der Kompromissbereitschaft der Rechte-Inhaber und ihrer Einsicht in die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die Zusammenarbeit mit Google im Laufe der Zeit bringt."

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