The Times - Großbritannien | Donnerstag, 9. September 2010BP darf Schuld nicht abwälzen
Der britische Ölkonzern BP hat in einem internen Bericht seinen Partnerunternehmen vorgeworfen, ihre groben Versäumnisse hätten zur Ölkatastrophe im Golf von Mexico geführt. BP darf seine Verantwortung dafür aber nicht abwälzen, mahnt die konservative Tageszeitung The Times: "BP hat Recht mit seinem Argument, dass viele entscheidende Fehler von anderen Firmen gemacht wurden. [Das Unternehmen] Halliburton hat den Zement gemischt und die Barrieren am Grund der Ölquelle gebaut, die dabei versagten, die Kohlenwasserstoffe zurückzuhalten. Und in den entscheidenden acht Minuten vor der Explosion mussten die Mitarbeiter von [der Bohrfirma] Transocean, die die Leitung über die Plattform hatten, eine Serie von grundlegenden Entscheidungen treffen, von denen die meisten offenbar falsch waren. Aber BP darf sich nicht hinter den Fehlern Anderer verstecken: Es lag in der Verantwortung von BP, seine Partner-Unternehmen zu beaufsichtigen. Darin hat es klar versagt und zudem eigene Fehler begangen."
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