Corriere del Ticino - Schweiz | Donnerstag, 9. September 2010

Europa profitiert von schwachem Euro

Der Euro ist am Donnerstag erneut unter die Marke von 1,27 US-Dollar gefallen. Aber das hat auch Vorteile, meint die liberale Schweizer Tageszeitung Corriere del Ticino: "Ein negativer Faktor ist zweifelsohne die beeindruckende Geschwindigkeit, mit der der Euro gefallen ist. Doch betrachtet man den Devisenmarkt dieser Tage näher, so stellt man zwei Dinge fest: Noch befinden wir uns oberhalb der Grenze des Wertes, den der Euro zu Beginn seiner Existenz dem Dollar gegenüber besaß und gleichzeitig stößt der Export der Eurozone in das weite Dollar-Gebiet, das nicht nur Nordamerika sondern auch viele Schwellenländer einschließt, auf geringere Hindernisse. Es ist eine halbe Krise. Und damit genau die Lösung, die aus vielen Gründen just von der deutschen Lokomotive gewünscht wird. … Solange der Euro dem Dollar gegenüber nicht unter den anfänglichen Kurs fällt, besteht für die starken Länder der Eurozone, vor allem für Deutschland, kein echter Grund zur Sorge. Sie werden weiterhin im Rahmen des Exports [von einem schwachen Euro] profitieren, ohne beim Import allzu große Schäden zu erleiden."

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