Hospodářské noviny - Tschechien | Dienstag, 22. November 2011Sparen an der Oper führt zu Kopfweh
Der Stadtrat im mährischen Brno, der zweitgrößten Stadt Tschechiens, will für einige Zeit die Oper schließen, um Geld zu sparen. Die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny hält das für einen schlechten Scherz: "Wenn jemand im nahen Wien auf die Idee käme, die dortige Staatsoper für eine halbes Jahr einfach mal so zu schließen, würde er politischen Selbstmord begehen. Böhmische und mährische Städte aber versuchen flächendeckend zu kürzen, statt kulturelle Prioritäten zu setzen und die Öffentlichkeit zu befragen. Die Lage in Brno erinnert an ein absurdes Drama, in dem die Protagonisten die Oper mit einer Bahnhofskneipe verwechseln. Sie sagen, statt erstklassigen Wein könne man auch mal Wein aus dem Tetrapak trinken. Irrtum. In Wahrheit bekommen wir von billiger Kultur ebenso wie von billigem Wein schreckliche Kopfschmerzen."
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