NRC Handelsblad - Niederlande | Dienstag, 22. November 2011

Finanzmärkte watschen Spaniens Wahlsieger ab

Die Zinsen für spanische Staatsanleihen sind am Tag nach dem Wahlsieg der konservativen Volkspartei (PP) gestiegen. Das ist eine kalte Dusche für den designierten Premier Mariano Rajoy, meint die liberale Tageszeitung NRC Handelsblad: "Die geringe Begeisterung auf den Märkten hat auch etwas mit der Unsicherheit zu tun, die Rajoy schon als Oppositionsführer während des Wahlkampfs nicht beseitigt hat. Dass die PP die bereits begonnene Sparpolitik weiterführen werde, war bekannt. Aber Rajoy nannte keine Einzelheiten. ... Er steht allerdings unter großem Zeitdruck. Im nächsten Jahr muss er 18 Milliarden Euro zusätzlich einsparen oder versuchen, Steuern einzutreiben in einem Land, in dem ein Fünftel der Berufsbevölkerung und 40 Prozent der Jugend arbeitslos sind. Viel Zeit werden die Finanzmärkte ihm nicht gönnen. ... Wahlsiege und Mehrheiten reichen heute nicht mehr aus. Das ist eigentlich noch das Auffälligste bei den ersten Reaktionen auf Rajoys Erfolg."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 22. November 2011